KRAFTSTOFFANALYTIK

Bei der Kraftstoffanalytik werden die physikalischen Eigenschaften untersucht.

Die Bereiche Kraftstoffanalytik sind in unserem Labor wie folgt gegliedert:

  • Diesel
  • Ottokraftstoff
  • Heizöl
  • Pflanzenöl
  • Biodiesel
  • ....

Folgende Prüfverfahren bieten wir für den Bereich Kraftstoffanalytik in unserem Labor an:

Prüfverfahren

Dichte

ISO 3675

Die Dichte von Ölprodukten wie z.B. Getriebeöle können mit dieser Methode bestimmt werden. Die zu messende Probe muss bei 15°C flüssig sein und der Dampfdruck muss kleiner als 100kPa sein. Die Dichte wird bei 15°C bestimmt und ist ein wichtiges Reinheitskriterium bei Ölprodukten.

Flammpunkt (Flash point)

ASTM D92; DIN EN ISO 2592

Der Flammpunkt wird mit der Cleveland Methode (mit offenem Tiegel) gemessen. Der Flammpunkt eines Stoffes ist die niedrigste Temperatur, bei der sich über einem Stoff ein zündfähiges Dampf-Luft-Gemisch bilden kann.

Infrarotspektroskopie (IR- Spektroskopie)

Bei dieser Methode werden in der Regel die Transmission von infrarotem Licht durch eine Probe registriert. Da verschiedene Molekülstrukturen bei verschiedenen Wellenlängen angeregt werden, ergeben sich so spezifische IR-Muster, die sich anschließend auswerten lassen. In der Regel wird die IR-Spektroskopie als „Finger Print“ Methode in der Ölanalytik verwendet. Hierdurch kann z.B. schnell überprüft werden, ob zwei Ölchargen gleich sind oder nicht.

Viskosität

ASTM D445; DIN EN ISO 3104; DIN 51562-1

Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit einer Flüssigkeit. Je dickflüssiger ein Fluid ist, desto visköser ist es und umgekehrt. Die Viskosität spielt vor allem bei Getriebe- und Hydraulikölen eine wichtige Rolle, hier ist es wichtig dass Öle nach Belastungen oder Erwärmung ihre Viskosität beibehalten und nicht anfangen z.B. an Viskosität zuzunehmen oder zu verlieren. In unserem Labor ermitteln wir sowohl die dynamische als auch die kinematische Viskosität.
Kinematische Viskosität: Wird über das Verhältnis zwischen dynamsichen Viskosität und Dichte definiert.
Dynamische Viskosität: Ist ein Maß für den Fließwiderstand einer Flüssigkeit.

Wassergehalt nach Karl Fischer

ASTM D6304; DIN 517

Das Messprinzip beruht darauf, dass der Wassergehalt einer Substanz titrimetrisch mit einer jodhaltigen Lösung bestimmt wird. Hierbei unterscheidet man zwei Verfahren.

Direktes Verfahren (DIN 51777-1):
Reine Mineralöle und Mineralölerzeugnisse, sowie Alkohole, Lösemittel und Mischungen dieser Substanzen die der Norm entsprechend im Titriermedium löslich oder dispergierbar sind.

Indirektes Verfahren (DIN 51777-2):
Dieses Verfahren dient der Messung des Wassergehalts von Mineralölen und Mineralölerzeugnissen sowie Lösungsmitteln, die mit Wasser nicht in jedem Verhältnis mischbar sind und sofern sie einen Siedebeginn von mindestens 200°C aufweisen. Die Probe wird bei dieser Methode erhitzt und das verdunstende Wasser mittels eines getrockneten Luftstroms in die Messzelle überführt. Anschließend erfolgt die Bestimmung wie oben beschrieben.